034: SO HEILST DU TRAUMA - Deines & das Deiner Kinder – Mit Gunda Frey

Shownotes

Kennst du das Gefühl, dass du manchmal mehr von dir verlangst, als du dir selbst geben kannst? Oder dass die Erwartungen der Welt an dich und dein Kind sich wie ein unüberwindbares Hindernis anfühlen?

In dieser Folge von „HAUT COUTURE – ICH BIN ICH und das ist gut so“, dem zweiten Teil meines Gesprächs mit Gunda Frey tauchen wir noch tiefer ein in die Themen Selbstwert, Traumata und wie wir als Eltern und Menschen egal, wie wir auf die Welt gekommen sind, Wege finden können, nicht nur zu überleben, sondern zu gedeihen.

Gunda, die nicht nur erfahrene Traumatherapeutin, sondern auch Epigenetik-Coach ist, erklärt mit viel Herz und Verständnis, wie unsere Umwelt, unsere Gedanken und unser Umgang mit Gefühlen Einfluss auf unsere Gene und unser Wohlbefinden nehmen.

Aber es geht um mehr als Wissenschaft – es geht um echte, greifbare Geschichten und tiefgehende Erkenntnisse. In einer der emotionalsten Stellen erzählt Gunda, wie ein kleines Mädchen mit sichtbarer Besonderheit mit Selbstverständlichkeit durchs Leben gehen konnte, weil es von seinen Eltern mit der Botschaft großgezogen wurde:

**> „Du bist wunderschön, genau so, wie du bist.“ **

Dieser Satz, so einfach er klingt, hat eine transformative Kraft – für Kinder, aber auch für uns als Erwachsene. Eines meiner Highlights dieser Folge ist die Diskussion über die Macht der Selbstverständlichkeit. Gunda erklärt eindrucksvoll, dass Kinder, die in einem Umfeld aufwachsen, in dem ihre Besonderheit nicht problematisiert wird, oft auch weniger Schwierigkeiten im Umgang mit der Gesellschaft haben.

Ich musste dabei unweigerlich an meine eigene Geschichte denken: Ich wurde mit der Pigmentierung CMN geboren, die dazu führt, dass ich einen sehr großen Leberfleck am Oberkörper und hunderte Leberflecken auf dem ganzen Körper habe. Als ich mit meiner Pigmentierung CMN aufwuchs, trug ich Eltern oft Rollkragen und blickdichten Strumpfhosen, um meine Leberflecken zu verdecken. Zum einen wollten sie mich vor der damals vermeintlichen Gefahr durch die Sonne schützen, vor allem aber auch vor den Blicken der anderen bewahren. Dieser Schutz kam aus ihrer tiefen Liebe und ihrem Wunsch, das Beste für mich zu tun. Doch heute verstehe ich, dass in diesem Schutz auch ihre eigenen Ängste verborgen waren – die Angst vor Ablehnung und Mobbing. Und was habe ich dadurch gelernt? Dass ich meine Leberflecken verstecken oder wegoperieren lassen muss, um angenommen zu werden. Und das war sicher nicht die Intention meiner Eltern. Das hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, unsere eigenen Ängste zu reflektieren, um unseren Kindern Freiheit zu schenken.

> „Wenn wir anfangen, Dinge zu problematisieren, übertragen wir unsere Ängste auf unsere Kinder,“ sagt Gunda. Doch was, wenn wir stattdessen Vertrauen schenken und lernen, loszulassen?

Und ja, es ist nicht leicht. Gerade als Eltern, als Bezugspersonen oder Wegbegleiter müssen wir oft zuerst unsere eigenen Ängste überwinden. Gunda beschreibt dies als die größte Herausforderung, aber auch als das größte Geschenk des Elternseins:

> „Unsere Kinder halten uns den Spiegel vor. Sie laden uns ein, zu wachsen und uns weiterzuentwickeln.“

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Epigenetik. Die Forschung zeigt, dass es nicht nur darum geht, welche Gene wir vererben, sondern auch, wie wir sie durch unseren Lebensstil, unsere Gedanken und unsere sozialen Kontakte beeinflussen. Ob es die „Psychoepigenetik“ ist – unser Umgang mit Stress und Gefühlen – oder die „Sozioepigenetik“ – das soziale Umfeld, das uns und unsere Kinder prägt: Jeder dieser Bereiche bietet uns die Chance, aktiv etwas zu verändern. Gunda bringt es auf den Punkt:

> „Die Macht liegt in uns.“

Doch was bedeutet das ganz konkret für den Alltag? Gunda gibt praktische Tipps, wie Eltern lernen können, ihre Kinder zu stärken, ohne sie zu überfordern. Ein Schlüssel ist dabei, die eigenen Ängste zu erkennen und loszulassen. Denn:

> „Wenn wir unsere eigenen Trigger bearbeiten, schenken wir unseren Kindern Freiheit.“

Zum Abschluss spricht Gunda über die Verantwortung, die wir als Gesellschaft für unsere Kinder tragen. Sei es durch die Rahmenbedingungen in Kindergärten, Schulen oder durch die Art und Weise, wie wir Vielfalt wahrnehmen und leben:

> „Wir sind mehr als Haut und Haare. Unsere Kinder sind mehr als ihre Besonderheiten.“

Diese Worte laden dich ein, vielleicht mal zu hinterfragen, worauf du deinen Fokus legst und sie die Welt einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Höre jetzt rein in diese kraftvolle und inspirierende Folge, die dir zeigt, wie du für dich und deine Kinder neue Wege gehen kannst – zu mehr Selbstvertrauen, Freiheit und innerer Stärke.

_Was hast du aus dieser Folge für dich mitgenommen? Welcher Gedanke war für dich besonders wertvoll? _

Schreib mir gerne hier unter dem Beitrag oder in die Kommentare bei Instagram @nanee.music, wie dir diese Podcastfolge gefallen hat und was du für dich mitnehmen konntest. Alles Liebe, Deine NANÉE

PS: Wenn du gern tiefer in deine persönliche Weiterentwicklung eintauchen möchtest, schreibe mir eine E-Mail an hello@nanee-speakerin.de oder abonniere unter NANÉE Music Newsletter und sei der/die Erste, der/die von neuen Episoden, Musik und Empowerment erfährt.


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Transkript anzeigen

NANÉE: Also, du hast ja gesagt, im Prinzip die ersten drei Jahre sind mit die aller, aller, aller wichtigsten. Und auch so dieses, von wegen das Kind merkt es nicht? Is nicht! Das Kind kriegt alles mit. Also, ich weiß zumindest im Bereich CMN und so gibt es die Diskussion ... Oder gibt es sozusagen bei manchen Ärzten immer noch den Punkt, je früher man operiert, umso besser, weil dann ist der Bereich noch sehr klein und die Haut ist noch sehr elastisch und so weiter und so fort. Und deswegen musste man unbedingt ganz früh, also so. Im Hinblick auf die psychische Gesundheit und sozusagen diesen Selbstwert oder das Trauma, was ja theoretisch dann entstehen kann. Wäre eine, äh, sozusagen spätere Operation ... besser dann? Also mal abgesehen von Haut und flexibel.

Gunda: Ach, wenn ich darf, mache ich da ganz anderes Fass auf.

NANÉE: Hau rein.

Gunda: Ich bin ja auch noch, steht gar nicht auf meiner Homepage, Epigenetik-Coach. So, und inzwischen ist klar, es kam so der Punkt, wo man sagte, wenn wir die DNA entschlüsselt haben, dann wissen wir auch, wo alle Krankheit und alles herkommt. Und dann haben sie die DNA entschlüsselt und dann sagen sie, scheiße, wir wissen eigentlich nichts. So, also man kann nichts ablesen. So, und die Epigenetik ist die Weiterführung der Forschung der Genetik. Und die sagt im Prinzip, 20 Prozent sind Gene und die sind festgelegt. Und deine Gene sind jetzt festgelegt, das ist jetzt einfach da. Ja, wie Haarfarbe, Augenfarbe und so weiter. Und 80 Prozent ist an- und abschaltbar. Das heißt, könnte jetzt, in meiner mütterlichen Linie gibt es Brustkrebs, drei Generationen jetzt. Ich könnte jetzt einen Bluttest machen und also geht nicht bei allen Krebsorten, ich könnte bei der ist es glaube ich so, dass ich testen lassen könnte, ob ich den Marker habe. Aber das sagt nichts aus, weil ob dieses Gen an oder abgeschaltet wird, das wird beeinflusst durch fünf Faktoren, die in der Epigenetik benannt werden. Das eine ist die Psychoepeginetik. Da sind wir bei dem ja besser kein Stress, weil es geht darum wie

NANÉE: Mhm. Mh.

Gunda: Ja, die Psyche einfach ist, wie kann ich mit Gedanken, Gefühlen umgehen, Gefühlsregulation und so weiter. So, das zweite ist die Sozioepigenetik, das heißt, welche sozialen Kontakte habe ich? Habe ich nur die, die angstbesessen sind, die runterziehen, die sagen, Gott, wie schlimm, wie sieht dein Kind aus? Also, ne, kann ich mich ja auch von trennen sagen, weißt du, wenn du meinst, mein Kind sieht schlimm aus, geht doch woanders hin. So, ne. Ja. Und dann kommen aber zwei Faktoren, die auch sehr spannend sind, die

NANÉE: Mhm. Hm.

Gunda: in der Allgemeinen Medizin immer vernachlässigt werden. Das ist einmal die Nutrieepigenetik, das heißt, was kriegt so ein Kind zu essen? Ja, weil wir längst schon nicht mehr mit allem versorgt werden. Ich habe zum Beispiel versucht, solange es geht, zu stillen, weil da einfach die meisten Nährwerte drin sind. Das Vitamin K, das ist jetzt so eine Insider-Information, wird zum Beispiel Säuglingen direkt nach der Geburt gegeben, weil die das brauchen, aber in so einem Depot, was die

NANÉE: okay. Nährstoffe?

Gunda: oder die Leber, ich weiß gar nicht, wer da für zuständig war, gar nicht verarbeitet kriegt. Das heißt, eigentlich müsste man denen das so Stückchenweise geben. Also da gibt es ganz viele Möglichkeiten durch das, was ich an Mineralien, Vitaminen, durch Muttermilch oder alles andere hinzufüge. Und dann gibt es warte, Psycho-, Sozio-, Nutri-, Physioepigenetik, das heißt auch die körperliche Gesundheit, Bewegungsdrang. Ja, wenn ich so ein Kind von OP zu OP Da müssen ja immer Wunden und Narben und so was auch heilen. Das heißt, nee, nicht krabbeln, da könnte ja was aufplatzen. Wo ist das denn? Also, sind dann nicht in einer gesunden physiologischen Entwicklung, die dann auch wieder drauf einzahlt. So, also das ist so ein Komplexes, wo man sagt, wo ich sage, man kann mit so vielen Dingen schon so viel erreichen und wir müssen heute nicht operieren. So, also wenn dann mit sechs Jahren man sagt, okay,

NANÉE: Mmh. Hm.

Gunda: Das geht wirklich nicht. Und alles andere ist ausgeschöpft. Ja, und dann das fünfte ist die transgenerationale Epigenetik. Also was ist vererbt tatsächlich und wo ist es vielleicht in der Linie, wo man auch transgenerational was auflösen kann. Und wenn das alles sozusagen bestmöglich umsorgt ist und dann sagt, okay, es wuchert weiter und es sieht jetzt böse aus, dann würde ich operieren. Also ich jetzt. Das heißt,

NANÉE: Hm, hm.

Gunda: Wir sind, was die Forschung angeht, schon Traumaforschung mit all dem, was dazugehört, sind wir schon so viel weiter als unsere Allgemeinmedizin. So wie du sagst, als du Säugling warst, hieß es operieren, operieren, operieren und heute sagt man, ja, es sind nur Steigerungen von 1,1 % oder 3 % und da gibt es halt andere Möglichkeiten wie, okay, nicht sechs Stunden Grillhähnchen in der Sonne schn...

NANÉE: Haha Ja, das stimmt.

Gunda: ist So, also, und die Wahrscheinlichkeit, dass du das machst im Bikini, Grillhähnchen spielen, ist sowieso sehr gering.

NANÉE: weil ich entsprechend so geprägt bin noch. Jaja. Genau.

Gunda: Genau, weil du so geprägt bist, dass es ja sowieso ein bisschen shamed ist. heißt, du... Ja wunderbar.

NANÉE: Obwohl, da hab ich mich auch mittlerweile von . Also ...

Gunda: Und Gesundheitsforscher, also die sagen halt, in der Mittagssonne, das macht ja keiner, ja, 20 Minuten raus ohne Sonnencreme.

NANÉE: Und dann?

Gunda: Dann wird Vitamin D-Produktion wie Bolle angeregt und Vitamin K-Produktion und das brauchen wir und Kalzium für Knochen, für Psyche, für Gesundheit, gegen Depression, alles. 20 Minuten in der Mittagssonne. So, weißt du, wo jeder Hautarzt, also ich weiß, ich war mal bei einer Hautärztin, weil ich so einen dunklen Fleck hatte. Und dann hat die eine Probe rausgenommen, weiß ich noch genau. Und dann stand die so im Zimmer und sagte, wo ist denn, alle saßen da so, weißt du, wo ist denn hier Frau Frey? Ich sag: "Hier!" "Oh, ich hab nach einer 60-Jährigen gesucht."

NANÉE: ja, genau. Ja, ich weiß.

Gunda: Das schon 15 Jahre her. Das ist ein Altersfleck. Dann sagte sie, sie dürfen nie wieder in die Sonne. Ich dachte, was ein Bullshit ist, das werd ich auf keinen Fall tun, weil ich einfach weiß, was die Sonne mit meiner Seele macht. Ja, dann soll sie nie wieder in die Sonne gehen und so griesgrämig bleiben, wie sie ist. Ich nicht.

NANÉE: Der erste Altersfleck sozusagen. Ja, ja, ja, genau. Wahrscheinlich korreliert das auch so bisschen miteinander. Was natürlich nicht heißt, weil du sagst das ganz richtig, ich bin ja auch im Vorstand vom Nävus Netzwerk Deutschland und da haben wir auch Ärzte, Dermatologen, die uns immer zur Seite stehen. Der hat zum Beispiel auch mal einen flammenden Beitrag gehalten über den Sonnenschutz in der Sonne, völlig unabhängig davon, ob du CMN hast oder nicht, sondern für jedes Kind.

Gunda: 'n bisschen!

NANÉE: Er sagte, ein Kind mit einem Sonnenbrand ist Körperverletzung.

Gunda: es gibt inzwischen ja auch Sonnencreme, die nicht die Poren zumacht, sondern die schützt. und trotzdem Vitamin D Produktion zulässt. Also es gibt so viele Möglichkeiten inzwischen.

NANÉE: Richtig. Und da fällt mir gerade noch eine Sache ein, die meine Hautärztin zu mir gesagt hätte, da hatte ich es nämlich angesprochen mit dem Sonnenbrand und die sagte: "Nee, eigentlich kriegen die vor allen Dingen Sonnenbrand, die eine besonders helle Haut haben und die vorpigmentierte Haut, also da wo ich meine Nevi habe, meine Leberflecken, da ist es sehr, sehr unwahrscheinlich, dass ich Sonnenbrand bekomme." und ich glaube, ich habe wirklich einmal in meinem Leben bis jetzt einen Sonnenbrand gehabt oder so, weil das einfach schon vorpigmentiert ist. Was natürlich nicht heißt, liebe Eltern da draußen, dass ihr eure Kinder ohne Sonnenschutz in die heiße Mittagssonne... ... so.

Gunda: Wählt weise, welchen Sonnenschutz ihr nehmt und für drei Krümel Sonne, also ich sag jetzt mal mit Sonnenschutzcreme, Neopren, UV-Schutz, T-Shirts und sonst was alles auch mal gesund abwägen zwischen Vitamin D Produktion und es geht halt nur und Sonnenbrille, also kleinen Kindern Sonnenbrille aufzusetzen. wir rutschen ein bisschen ab vom Thema.

NANÉE: Ja, ja, Mich würd mal interessieren, was war dein absolutes Highlight wenn du auf deine Arbeit zurückblickst? Wo du sagst Wow, da erinnere ich mich gerne dran zurück.

Gunda: Also da gibt es schon viele, weil Trauma braucht nirgends wo zu bleiben. Es ist heilbar und auflösbar. Kleinen Mädchen, die Schlimmes erlebt haben, manchmal mit ein oder zwei Sessions zu helfen und die können wieder schlafen. Aber glaube, mein Highlight ist wirklich eine junge Lady, die komplex traumatisiert zu mir gekommen ist. Sie ist mit 16 vergewaltigt worden auf der Klassenfahrt. Die Eltern haben sich kurz danach getrennt. Ihr bester Freund ist vor den Baum gefahren und war tot, also ungewollt.

NANÉE: Mmh, mmh.

Gunda: Sie selber hat zwei Suizidversuche überlebt und die war nicht mehr alltagstauglich. Sie wollte eine Ausbildung anfangen, hat die nicht gepackt, dann ist sie umgezogen. So nach dem Motto, ich flüchte, ich gehe woanders hin und dann ist alles neu. Das hat leider nicht funktioniert. Man nimmt sich ja selber immer mit. Genau. Und es war ein harter Brocken, weil die natürlich Schiss bis unter alle Poren hatte, da dran zu gehen, weil da ja immer die Angst vor der Angst ist. Und irgendwann hat sie sich getraut und wir haben

NANÉE: Man nimmt sich ja selber immer mit, nicht .

Gunda: wirklich alles aufgearbeitet. Und dann habe ich sie ja entlassen, hat sie mir noch so eine lustige Karte geschenkt. "Therapeuten müssten mehr Schuhe kaufen" oder so, keine Ahnung, mehr shoppen gehen. Und dann war es ganz witzig, also ich darf ja bis 21 behandeln. Und dann kam ein Befundschreiben von der Klinik über sie. Und dann denke ich, warum? Die ist doch schon gar nicht mehr und die ist auch schon über 21. So, und hatte ich noch ihre Nummer, habe ich sie angeschrieben. Ich sag, was ist denn da los? Ich komme vorbei, sagte sie dann. Und dann stutzte weil das war sogar die Geschlossene. Da habe ich gedacht, Gott. Genau, und dann stratzte sie bei mir rein, total happy, strahlend über alle vier Backen. Ich sag, jetzt musst du mir alles erzählen. Ja, sie hätte einfach sich so einen doofen Macker angelacht und hätte Streit mit dem gehabt und der hat die Grenze nicht verstanden. Da hat sie einfach all seinen Kram aus dem Fenster geschmissen. Und dann haben sie sie halt in die Geschlossene gepackt.

NANÉE: Was ist passiert?

Gunda: Und dann habe ich nur gedacht, was eine Taffe, also von ich werde vergewaltigt hin zu, ich schmeiße dir die Sachen vor die Tür. Habe ich die total gefeiert und habe ich so einmal alles abgefragt, da wollte ich natürlich sicher gehen. So und die stand mit beiden Beinen im Leben und hatte Spaß in de Backen und es war wirklich Vergangenheit. Und das sind so die Momente, wo mir das Herz aufgeht, wo ich denke, ja, das ist gut. Ja. Und deswegen. Also mache ich es aber, deswegen ist es mir zu wenig, mache ich es jetzt nicht mehr, sondern ermächtige andere, dasselbe zu tun.

NANÉE: Also als Multiplikator

Gunda: Ja, genau. Das muss mehr werden. Da müssen mehr Leute in die Ermächtigung Menschen zu helfen, damit, ja, da mehr passiert.

NANÉE: Prinzip. Ja, ja, genau. Das heißt, könnten auch Eltern zu dir kommen, wenn die sagen, so ungefähr ich bin sozusagen unsicher, wie ich mein Kind unterstützen kann oder... Zu dir persönlich nicht, aber was weiß ich in deiner Ausbildung? Du hast ja gesagt, Mmhh

Gunda: Also zu mir persönlich nicht mehr. Ich habe ja zwei Bücher geschrieben, die tatsächlich um Kinder gehen. eine ist: "Kindern geben, was sie wirklich brauchen". Das ist die positive Variante. Also was brauchen Kinder und Jugendliche? Und da ist dieses eine Kapitel, das heißt: "Verstehe dich selbst". Das ist immer sehr lustig, weil Eltern kaufen das für ihre Kinder, also, um die Kinder zu verstehen und kommen dann zu dem, hey, okay, jetzt raff ich erstmal, warum ich... an der einen oder anderen Stelle so hochgehe und so weiter. Das andere ist auch, das ist Mekka-Buch, sage ich immer: "Das verstaatlichte Kind - optimiert, reguliert, traumatisiert, wie eine Gesellschaft seine Kinder versaut". Wo ich genau auch diese Rahmenbedingungen, ja, die ja so wie bei dir die Ärzte gesagt haben, das muss operiert werden, gibt es ja gesamtgesellschaftlich überall Rahmenbedingungen, die eigentlich nicht gut sind für Kinder. Genau.

NANÉE: Mmh. Das muss so und so sein.

Gunda: Also es fängt an mit der Geburt, viel zu viele Kaiserschnitte unter komischen Umständen, Kindergarten, umgerechnet sind es 2,5 Quadratmeter, die wir unseren Kindern geben, so in der Hauptentwicklungsphase. Früher war es zumindest ab drei, jetzt ist es ja ab ein Jahr, dass du einen Rechtsanspruch hast. das wird so, also da kann man so bisschen nachlesen. Ansonsten haben wir einen Kurs entwickelt, der heißt SELF und da dürfen auch Eltern daran teilnehmen. Also er ist entwickelt. tatsächlich für pädagogische Fachkräfte, aber wir haben da ein großes Herz für und die können da genauso von profitieren, weil dieses SELF steht auch für was. Das heißt: "Social System of Emotionally Healed Leaders for the Future", weil wir davon ausgehen, wenn jeder in die Heilung geht, geht jeder auch in seine eigene Leadership für sein kleines Universum, ob mit Kind oder ohne Kind. Ich habe immer Menschen, wo ich bin.

NANÉE: Mhm.

Gunda: Und dass darüber auch ein soziales System geheilt wird, weil wir einfach mit Klarheit und Strahlwirkung sagen, nee, das machen wir nicht so. Nein, mein Kind wird nicht operiert. So, ich war so, ne? In aller Klarheit und Selbstverständlichkeit, so wie ich, in aller Klarheit und Selbstverständlichkeit, so, ja, die Simone-Mama ist gestorben. Also, weisste, darum geht's ja. Leichtigkeit, Selbstverständlichkeit, ohne Angst.

NANÉE: Mmh. So zum Beispiel. Ohne Angst. Ja, auch, das ist immer das, was mir auffällt, wenn sozusagen diese Besonderheit in der Leben tritt, in was auch immer. Ob es jetzt Geburt deines Kindes mit CMN ist, ob es ein Unfall ist, eine Behinderung, plötzlich eine Diagnose von irgendwas. Da ist der Fokus immer ganz, ganz stark auf dem Negativen und was da gerade sozusagen alles nicht läuft und nicht funktioniert. Und ich sag dann auch den Eltern immer, Euer Kind ist mehr als der Nävus. Wir sind Künstler, Kletterer, Zauberer, was auch immer.

Gunda: Ja, das wird uns leider durch unser Bildungssystem sehr, sehr eingetrichert. Wenn ich jetzt ein weißes Blatt hochhalte mit einem schwarzen Punkt und ich frage oder das Publikum frage, was siehst du, gucken alle auf den schwarzen, mini-kleinen Punkt und sagen, ja, das ist kleiner schwarzer Punkt. Aber keiner sagt, ist ein großes weißes Blatt. Wir sind trainiert darauf, das Negative zu sehen durch unser Bildungssystem. Und deswegen ist es so wichtig, dass wir diesen Change hinkriegen und sagen, nee, wir sind alle viel mehr als

NANÉE: Mhm.

Gunda: Haut als Haare, irgendwelche Körperlichkeiten oder auch Verhaltensmuster. Und wenn wir Verhaltensmuster noch als als besonderen Ausdruck verstehen, dass unsere Kinder uns was mitteilen möchten, nämlich dass sie mit irgendwas nicht klarkommen, dann sind wir ganz weit vorne.

NANÉE: Mmh. Ja, Ach, ist großartig. Gibt es eine Übung, die dir spontan einfallen würde, die du Eltern mitgeben könntest für ihre Kinder, den Selbstwert des Kindes zu stärken?

Gunda: Also ich glaube, das ist wenig Übung, sondern mehr Vertrauen. Und die eigene Angst loslassen. Also ich glaube, die Übung geht nicht an die Kinder, sondern die geht immer an die Eltern. Also ich nehme jetzt was ganz Profanes. Das kleine Kind balanciert auf der Mauer, winkt und sagt, guck mal Mama. Und dann nicht zu reagieren, "Oh, komm mal runter, es ist zu hoch." Sondern erst mal atmen, dreimal und dann zu sagen, wow.

NANÉE: Ja, ja, genau. Ja, Das erinnert mich wirklich gerade an so eine Situation, als ich auf meine Nichten aufgepasst habe. Und sozusagen die Kleinen sind, die Kleinen sind mittlerweile auch zwölf, als sie damals auch klein waren, sind die da auch geklettet und wie verrückt und keine Ahnung was. Und meine Schwägerin saß ganz relaxt sozusagen an der Seite und hat keine Ahnung was.

Gunda: Du machst das aber gut.

NANÉE: gemacht, und ich dann immer hinter den Kindern hinterher und damit sie bloß nicht runterfallen.

Gunda: Ich war mit meinen beiden Enkelkindern, drei und fünf, hier im Tierpark und da gab es so Hüpfburgen, also so aufgeblasene Berge. Und der Kleine ist da ohne die Hilfe seiner Schwester gar nicht hochgekommen. ich sah da... So... Und dann muss ich mir selber sagen, so, Gunda, atmen. Atmen.

NANÉE: Mhm. Haha

Gunda: Atmen. So, dann hab ich selber so... Hab ich immer noch die ganze Zeit beobachtet und so nach 10 Minuten, da dachte okay, jetzt entspannt sich mein System, ja, aber es ist, weißt du, die waren safe. Die kleinen Kinder machen nur das, was sie sich selber zutrauen. Und die große Schwester hat auf den kleinen immer auch, wenn der umgeputzelt ist, war die sofort da und hat den wieder, war super fürsorglich. Also dieses Verstehen, dass dieser Schreck und all das, was unseres ist. Und wenn wir dann, das ist einfachste Übung, atmen.

NANÉE: Ja. Mmh.

Gunda: und zwar länger ausatmen als einatmen. Weil was machen wir im Schreck immer, dass unser Nervensystem was... Also, eine Stoßatmung ein und Luft anhalten. Ja? Und das sagt unserem Nervensystem Gefahr im Verzug.

NANÉE: Ja, genau. Richtig. Mmh. Da sind wir wieder.

Gunda: Genau. Und dann fangen wir an, nicht hilfreich zu reagieren. Also wenn wir das merken, dann zu sagen, okay, breathe. Lange ausatmen. Und nochmal einatmen. Und ganz lange. Noch viel länger ausatmen als vorher. Und das dreimal hintereinander. Und dann kommst du sofort in einen anderen State und dann kannst du ganz relaxed sagen, "Versuch das nochmal. Kommst du noch eine Mauer höher?"

NANÉE: Mhm. Ich guck auch nicht hin. Das Schöne ist ja auch, dass man dann halt auch als Elternteil dann mitwachsen darf, weil das sind ja, wie du gesagt hast, ja die eigenen Ängste, die wir dann loslassen dürfen.

Gunda: Genau, also das ist so eine Akzeptanz der Challenge. Und eigentlich ist das die Challenge des Elternwerdens. Nicht in Form von alt, sondern ich werde Mama oder Papa, zu verstehen, dass geht viel um das kleine Wesen, aber dieses Wesen macht mir ein großes Geschenk. Und es ist die Frage, ob ich das akzeptiere und annehme und sage, okay, jetzt darf ich nochmal was lernen.

NANÉE: Hm. Das ist mega. Ich habe noch sozusagen eine letzte, vorletzte Frage. Eine letzte, vorletzte Frage. Wenn also Kinder kommen zur Welt, wie sie zur Welt kommen, und meistens haben die ja überhaupt kein Problem mit sich und allen anderen, sondern dieses, ich sag mal so dieses Selbstverständnis, wer bin ich und sowas, bekommt man dann ja im Bezug sozusagen von außen.

Gunda: Okay!

NANÉE: aufgedrückt bzw. das wird da dann stark beeinflusst. Und wenn bei uns im Nävus Netzwerk Deutschland ist das immer so, dass die große Angst davor, was passiert, wenn mein Kind in den Kindergarten kommt oder in die Schule kommt und anders aussieht. Wie gesagt, es ist ja völlig unabhängig, ob das jetzt CNN ist oder ob das irgendwas anderes ist. Was würdest du Eltern empfehlen, wie sie, ich weiß es nicht, darauf reagieren oder wie sie vielleicht auch die Umwelt Vorbereiten? Bedarf es einer Vorbereitung?

Gunda: Also das erste ist immer sich selbst vorzubereiten. diese Prägung gibt es auch eine Studie. Also Buba heißt er, der sagt: "Am Du wird der Mensch zum Ich."

NANÉE: Am Du wird der Mensch zum Ich. Aha, okay. Das muss man mal sacken lassen.

Gunda: Also durch, das ist ein anderer Ausdruck als die Schwingungen, die so rüberkommen. Und der erste Punkt ist nochmal zu sagen, wovor habe ich denn Angst? Also ich kenne Kinder, die haben sehr besonderes Äußeres oder anderes. Wenn die die ersten drei Lebensjahre, wenn sie zum Beispiel die ersten drei in den Kindergarten kommen, in aller Selbstverständlichkeit groß werden, dann gibt es da selten Probleme. Also mein Kurzer zum Beispiel, Der ist in Kindergarten, also der musste früh, weil ich arbeiten war, alleinerziehend. Da war der drei. War der da drei in welchem Kindergarten? Ja, der war drei. Der wollte unbedingt Karneval als Prinzessin gehen. Ja, der hat das schönste rosa Glitzerkleid mit Strumpfhose und Krönchen, was sich die Welt vorstellen konnte, von mir gekriegt. Und er ist mit voller Stolz da rein und keiner hat sich über ihn lustig gemacht. Weil ich gar nicht angefangen habe, dieses Fass aufzumachen. Das heißt, dieses Fass: "Ich muss jemandem vielleicht was sagen und ich muss jemanden vorbereiten." Da fängt es ja bei dir im Kopf an. Wenn du das denkst, dann hast du ein Problem mit deinem Kind, dass es anders aussieht. Dann hast du Angst vor Ausgrenzungen. Dann hast du Angst vor was auch immer. Bearbeite das und dann kannst du dein Kind dahinschicken im rosa Tütü mit was auch immer.

NANÉE: Hmm... Ja krass. Ich hab schon wieder krasse Gänsehaut.

Gunda: Völlig egal was. Die nehmen das dann mit, weil sie in so Selbstverständlichkeit und das Wichtigste gerade in dem Alter ist, dass sie von Mama und Papa geliebt werden. Dann kommen die nach Hause und haben gesagt, der Egon, der hat mich blöd angeguckt, weil ich da ein rosa Tü-Tü hatte. Ich sag: "Was hast du gemacht?" "Ich hab blöd zurückgeguckt." Ja, fertig. Aus die Maus. Und der hatte so ganz blöden, was auch immer an. Fand ich voll blöd. Ich sag, ja, Geschmäcker sind, dann sagt man ganz easy, Geschmäcker sind halt verschieden. Und dann ist der Drops schon gelutscht. Also überall da, wo wir

NANÉE: Ja, ja, genau. Hm.

Gunda: Also ich habe auch ich habe niemanden vorinformiert, ach ich lebe übrigens in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft, ne ne ne ne. Wenn wir anfangen, es thematisieren zu wollen für andere, dann liegt der Kern des Übels in uns.

NANÉE: Und wäre es da nicht, also ich meine, weil die Fragen werden ja kommen und die Blicke werden ja auch kommen, also weil ich meine, wenn man etwas sieht, was außergewöhnlich ist, ich sag immer, was bemerkenswert ist, was ja auch schon wieder wert, wertvoll, ist, das heißt, die Blicke werden kommen. Und ist es da nicht viel wichtiger, seinem Kind das Handwerkzeug mitzugeben, dass es weiß, was es ist? Das ist dieses…

Gunda: Ahem. Das hat es doch automatisch also wenn wir das mit der Schwingung nochmal nehmen. Es hat es ja dann automatisch durch dich. Ich erinnere mich so an lustige Situationen: Mein Sohn, den ich selber geboren habe, der ist wie ich, flachsblond, helle Haut. So und dann haben wir halt dieses Karamell, dunkle Kulleraugen, dunkle Krauselocken. wie vom anderen Stern in unserer Familie. Die gehen beide in gleichen Kindergarten. Dann kommt so eine Mutti auf uns zu, guckt so, guckt hin und her und sagt so.

NANÉE: Ja, ja, .

Gunda: War Ihr erster Sohn bei Geburt auch dunkel? Und ich guck sie so an und nee. Und dann, weißt Du, und damit war das schon der Drops gelutscht oder, ja, hat Ihr Sohn einen anderen Vater? sag, ja. Aber, weißt ich muss mich doch nicht erklären. Ich muss nicht sagen, ja, das ist ein Pflegesohn oder was auch immer. Genau, rechtfertig erklären ist sehr nah beieinander.

NANÉE: Nee. Oder rechtfertigen auch.

Gunda: Je selbstverständlicher wir mit den Dingen umgehen, dann haben unsere Kinder das Handwerkszeug. Ich weiß nicht, ob du schon mal so Kinder gesehen hast, ich sag jetzt mal von so richtig Eingeschwornen. Ich paraphrasiere jetzt ein bisschen Waldorfeltern. Weißte, die so mit Wolljacken rumlaufen, die so gestrickt sind in Streifen, mit Barfuß durch den Matsch springen, die als Jungs so lange Haare haben, wo alle sich umgucken.

NANÉE: Mhm.

Gunda: Der Mutter ist halt egal und den Kindern auch. Ja, die sagen, ja, da bin ich 15 und hab die langen Haare noch. Naja, jetzt kann ich sie mal abmachen, aber da gibt es das gar nicht. Die Macht und die Kraft unseres Elternseins, welche Auswirkungen wir haben im positivsten Sinne, keiner ist ein Opfer. Sondern zu sagen, ich

NANÉE: Ja, genau. Mhm.

Gunda: Hol mir meine Macht zurück und die ist über Heilung, weil wenn ich meine Themen klar habe und mit Selbstverständlichkeit sagen kann, ja, mein Kind ist halt anders.

NANÉE: Naja, genau. habe wirklich, als ich das erste Mal andere Menschen mit CMN kennengelernt habe, das war 2019, da bin ich, Wie ist ja auch egal, bin ich auf jeden Fall auf einen englischen Verein gestoßen, also so wie Nävus Netzwerk Deutschland, aber dann halt in England und habe mich da angemeldet zur Summer Conference und habe da das erste Mal in meinem Leben andere Menschen mit CMN gesehen, weil es ist eine sehr seltene Pigmentierung und ... Ja, da andere Menschen zu sehen. Und war ein Mädchen dabei. Und damals war ich 2019, da war ich ja dann irgendwie 43. Da war ein Mädchen dabei, die war so 14. Und die lief da mit ihrem Tanktop rum. Und man hat ihren Nävus komplett gesehen. Und ich war so ... krass. das hat ... hab ... Also, Rollkragen hab ich dann mit 30 weggelassen, das war okay. Aber im Prinzip auch meine Arme zu zeigen, meine Beine und so, wie sie sind ... Und sie lief da einfach rum und sprang und machte und tat und sowas, das war ihr völlig egal. Und ich bin da die ganze Zeit bloß mit offenem Mund umhergelaufen, weil das ich da ja noch am Anfang war, meine Selbstwerdung. So. Und von daher ja, ich...

Gunda: Aber denke, sie hatte Eltern, die ihr das mitgegeben haben. bist so wie du bist, bist du wunderschön. Du bist für uns das schönste Kind auf der ganzen weiten Welt.

NANÉE: Ja, genau. Ja. Und genau, und wenn man... Es gibt ja immer so als... Aber dann ist der Drops ja auch schon gelutscht. Ich wollte gerade sagen, als Teenager, da ist es ja immer... Da will man ja immer dazugehören, weil man muss dazugehören zur Gruppe, so evolutionär bedingt. Aber diese...

Gunda: Aber auch da wenn du das Selbstbewusstsein hast, dann sagst du auch: "Also, ist mir doch egal." Und wenn du diese Haltung hast, dann wirst du halt auch angenommen von den angesagten Hübschen, wie auch immer. Weil die sind ja neidisch, die denken, boah, ich muss mich hier schminken und ich muss dies und das und andern das tun, um in mein Selbstwertgefühl zu kommen. Ich muss ja den String anziehen, den man durch die Hose sieht. Weiß der Kuckuck was, weißte?

NANÉE: Das ist es. Ja,

Gunda: Und die hüpft da

NANÉE: und das stimmt.

Gunda: mit ihrer Hautpigmentierung einfach durch die Gegend.

NANÉE: Andere Leute müssen sich tätowieren lassen.

Gunda: Also, Ich glaube, das ist natürlich die, die dann anfangen, irgendwas Blödes zu machen, sei es in Richtung Mobbing. Aber die machen das ja nicht, weil sie es geil finden, sondern die machen das ja aus eigenem Minderwertigkeitsgefühl. Sie müssen ja jemand anders irgendwas andichten, damit sie sich selber besser fühlen. Also alles verhalten hat immer einen guten Grund. auch die dann zu sagen, das ist traurig.

NANÉE: Hm.

Gunda: dass sie das so machen müssen. Also eine andere Haltung, eine andere Sichtweise ist da immer hilfreich.

NANÉE: Ja, das ist Liebe Gunda, wir kommen langsam, aber sicher. Das ist ja ein sehr komplexes Thema. siehst, meine 30 Minuten habe ich schon vor, keine Ahnung, vor 45 über Bord geschmissen. Gibt es noch etwas, was du Eltern von Kindern mit sichtbaren Besonderheiten und chronischen Erkrankungen mitgeben möchtest, ihnen Mut zu machen und ihr Kind stark und selbstbewusst durch die Herausforderung zu begleiten?

Gunda: Ja. Also ich glaube, eins ist mir immerzu zu durchgeklungen, sagen, nicht bei einer Profi-Meinung zu bleiben. Das heißt, selbst wenn ein Arzt das so sagt, mal einfach zu informieren, alternative Wege zu gehen, weil wir natürlich dafür Sorge tragen möchten, dass unser Kind gesund ist und das es mehr als zwei Jahre schafft. Das ist ja schon eine Hiobsbotschaft, aber auch da zu sagen, okay, Moment mal, ich weiß, dass es andere Studien gibt, ich gehe jetzt mal.

NANÉE: Ja.

Gunda: wo ganz anders hin, dann nehmen wir vielleicht auch die Reise von drei Stunden in Kauf und fahren mal quer durch Deutschland, eine andere Meinung zu hören. Und ansonsten ist es das, was wir jetzt von allen Seiten ein bisschen beleuchtet haben. Es gibt so eine Persönlichkeitsentwicklungsbubble, die dann sagt, wenn du reich, berühmt und ich weiß nicht, was werden möchtest, dann musst du in Persönlichkeitsentwicklung investieren. Und ich sage halt, jeder, der ein Kind sein Eigen nennt und Mama oder Papa ist, ist für mich in der Verpflichtung, sich mit Persönlichkeitsentwicklung auseinanderzusetzen, weil ich meinen Schmerz unbewusst und ungewollt, das ist gar keine böse Absicht, auf mein Kind übertrage. Und wenn ich diese Chance sehe, zu sagen, okay, ich heile, dann habe ich Möglichkeit, meinen Kindern das Bestmögliche mitzugeben, was sie für ihr Leben brauchen.

NANÉE: Ein wunderbares Schlusswort. Bevor wir zum Abschluss zu meiner Rubrik "Kurz und knackig" und knackig kommen. Ja, genau. Nein, alles gut. Wenn man mehr über dich erfahren möchte oder vielleicht auch über die Kurse, über "SELF" wo findet man dich dann oder die Bücher?

Gunda: jetzt hab ich Angst. Überall. Also ich habe eine Seite, den muss man einfach gunda-frey eingeben. Ich bin auf Instagram massig aktiv. Ich habe selber einen Podcast, der heißt "Entwicklungssprünge". Ich mache alle naslang kostenlose Angebote und in der Freymut-Akademie findet man unsere Programme. Aber wenn man mich googelt, man findet mich oder Frau.

NANÉE: Ja, genau. Ich werde das auf jeden Fall natürlich alles entsprechend verlinken und vertaggen und überhaupt, das heißt, ihr werdet überall unter den Show Notes und in den Beschreibungen, auf der Landingpage alles finden, was ihr braucht, um sofort auf die Website und was auch immer ihr finden wollt, zu Gunda zu kommen. Gunda: Kurz und knackig. Ich habe eine Rubrik, wo ich

Gunda: Das ist Sehr cool. Ich danke dir.

NANÉE: Satzanfänge vorlese drei Stück und du vollendest sie, wenn du magst. Are you ready? Der dümmste blödeste Spruch, der mir im Leben begegnet ist, ist

Gunda: Also meine Mutter ist so ein Sprücheklopfer war, die hat für alles irgendwann Spruch gehabt, aber der dümmste... fällt mir keiner ein. Ich habe diese Dummspruch-Kategorie aus meinem Leben verbannt. Das ist so nicht mehr meine Welt. Meine Mutter ist Meisterin da drin, aber die gehören nicht zu meinem Leben, Dummesprüche. Die rauschen durch. Gar nicht, ich kann sagen.

NANÉE: Super, das finde ich gut. umso besser. Es ist auf jeden Fall etwas, nicht dein Leben prägt, was ja auch total mega ist. Von anderen Menschen wünsche ich mir.

Gunda: Nein! Von anderen Menschen wünsche ich mir, Dass sie sich in ihrer eigenen Schönheit sehen.

NANÉE: Das ist schön. Und ich bin stolz.

Gunda: Auf mich selber!

NANÉE: Cool! Liebe Gunda, ganz, ganz lieben Dank für deine Zeit. Schön, dass wir die Zeit gefunden haben, dass du bei mir im Interview warst und ganz, ganz vielen Dank für deine fantastischen Einblicke.

Gunda: Sehr, sehr gerne. Es macht mir immer Freude, darüber zu plaudern. Vielen Dank für die Einladung.

NANÉE: Ja, sehr gerne. Ihr Lieben, das war die heutige Folge von HAUT COUTURE - ICH BIN ICH und das ist gut so. Ich hoffe, du hast aus diesem Gespräch mit Gunda Frey ganz viel Kraft und Inspiration mitnehmen können. Wir haben heute darüber gesprochen, wie Traumata entstehen und was wir tun können, sie aufzulösen. Sowohl bei uns selbst, als auch bei unseren Kindern. Und wie wichtig das ist, dass wir auf unsere innere Stärke uns besinnen, um unsere Kinder und uns selbst in schwierigen Zeiten zu begleiten. Und dass es meistens die allerbeste Lösung, ist erstmal bei sich selbst im Inneren zu schauen, was man tun kann, für ein positives Leben mit seiner Besonderheit, statt das Sichtbare im Außen zu verändern. Denn ein gesunder Selbstwert kann uns helfen, jede Herausforderung zu meistern. Und alles, du brauchst dafür, hast du bereits in dir. Also denk immer daran, du bist stark, Du bist wertvoll, du bist genug, so wie du bist. Und jede Erfahrung, jede Herausforderung formt dich zu der Person, die du heute bist und macht dich einzigartig. Wenn du Gefallen gefunden hast an der Folge an HAUT COUTURE - ICH BIN ICH und das ist gut so, dann abonniert den Podcast gerne und schau auch bei uns in den sozialen Medien vorbei. Lass ein Follow da, lass ein Kommentar da. Und wenn du Fragen hast, dann erreichst du uns und mich unter nanee@nane-music.com Bis zur nächsten Folge, bleib inspiriert, bleib kraftvoll und vergiss nie, du bist genauso richtig, wie du bist.

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