035: Vom Tourette-Syndrom zur Speakerin – Mit Daniela Landgraf

Shownotes

Vom Tourette-Syndrom zur Speakerin – Mit Daniela Landgraf Wie Selbstwert, mentale Stärke und Mut zur Sichtbarkeit alles verändern können

"Ich habe mich jahrelang gefragt: Warum kann ich nicht einfach normal sein? Ich dachte immer, mit mir stimmt etwas nicht." – Daniela Landgraf

Kennst du dieses Gefühl? Dass du irgendwie anders bist, nicht dazugehörst und dich vielleicht sogar selbst klein machst? Dann ist diese Episode genau für dich.

Meine Gästin Daniela Landgraf kennt Selbstzweifel, Ablehnung und den Wunsch, sich unsichtbar zu machen. Geboren mit dem Tourette-Syndrom, kämpfte sie in ihrer Kindheit und Jugend gegen etwas, das sie nicht verstand. Ihr Körper machte unkontrollierbare Bewegungen, ihre Muskeln zuckten, und immer wieder entglitten ihr Töne, die sie nicht zurückhalten konnte.

"Ich wusste lange nicht einmal, dass ich Tourette habe. Ich dachte einfach, ich sei verhaltensgestört."

Jahrelang versuchte sie, ihre Symptome zu unterdrücken – mit eiserner Disziplin, mit Selbstkontrolle, sogar mit Selbstverletzung. Sie war überzeugt: Ich muss mich einfach mehr anstrengen. Dann bin ich irgendwann wie die anderen.

Doch diese Strategie funktionierte nicht. Im Gegenteil: Der Druck machte sie kaputt.

Vom Zusammenbruch zur Transformation Nach Jahren in der Finanzbranche, in denen sie als erfolgreiche Beraterin arbeitete, kam der komplette Zusammenbruch. Sie hatte Karriere gemacht, viel Geld verdient – aber innerlich war sie leer. Die Anerkennung, nach der sie sich so sehr gesehnt hatte, füllte das Loch in ihr nicht aus.

"Ich habe meinen Erfolg am Kontostand gemessen. Aber mein Selbst? Das kannte ich nicht."

Es folgte eine Zeit der Krise, der finanziellen Verluste, der Selbstzweifel – doch auch eine Phase der Heilung. Daniela begann, sich endlich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Sie erkannte, dass ihr Tourette nicht ihr Feind, sondern ein Teil von ihr war. Und sie entschied sich, nicht länger gegen sich selbst zu kämpfen, sondern mit sich zu arbeiten.

Selbstwert ist eine Entscheidung Heute ist Daniela eine gefragte Speakerin, Autorin und Büchercoach. Sie steht auf großen Bühnen, inspiriert Tausende von Menschen und zeigt: Wirkliche Stärke beginnt dort, wo wir aufhören, uns selbst kleinzumachen.

In dieser Podcastfolge teilt sie mit uns: ✅ Wie sie gelernt hat, ihr Tourette-Syndrom als Stärke zu sehen, anstatt es zu verstecken. ✅ Warum Selbstwertgefühl nicht von äußeren Erfolgen abhängt, sondern eine bewusste Entscheidung ist. ✅ Welche Fragen du dir stellen kannst, um aus der Selbstzweifel-Falle auszubrechen. ✅ Warum dein Mindset darüber entscheidet, ob du in Mangel oder Fülle lebst. ✅ Praktische Übungen, die dir helfen, mutig sichtbar zu werden – beruflich und privat.

"Wenn du immer glaubst, dass du nicht gut genug bist, dann wirst du es auch nicht sein. Nicht, weil es wahr ist – sondern weil du dich selbst daran hinderst, dein Licht leuchten zu lassen." – Daniela Landgraf

Wie du deine Unsicherheiten transformierst Daniela gibt nicht nur Einblicke in ihre persönliche Geschichte, sondern teilt auch kraftvolle Übungen, die sie auf ihrem Weg begleitet haben:

💡 Die Macht der Dankbarkeit – Warum es dein Leben verändert, wenn du lernst, das zu sehen, was bereits da ist. 💡 Fragen statt Schlussfolgerungen – Wie du dein Denken umlenkst, um neue Möglichkeiten in dein Leben zu ziehen. 💡 Mut zur Sichtbarkeit – Warum es sich lohnt, für deine Träume loszugehen – auch wenn du Angst hast.

Diese Folge wird dich berühren, motivieren und ermutigen, deinen eigenen Weg zu gehen – unabhängig von den Hindernissen, die vor dir liegen.

"Wunder geschehen, wenn du bereit bist, sie zu sehen." – Daniela Landgraf

🎧 Hör rein & lass dich inspirieren!

📌 Alle Infos zu Daniela Landgraf: 🌍 Website: danielalandgraf.com 📖 Noch mehr entdecken: https://wonderl.ink/@danielalandgraf 📲 Instagram: https://www.instagram.com/danielalandgraf_

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Transkript anzeigen

NANÉE: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von "HAUT COUTURE - ICH BIN ICH und das ist gut so" Ich bin NANÉE und heute erwartet euch eine unglaublich inspirierende Geschichte. Stell dir vor, du hast ein Tourette-Syndrom und kämpfst mit Selbstzweifeln, Ablehnung und dem Gefühl, nicht gut genug zu sein. Und jetzt stell dir vor, du stehst auf einmal als erfolgreiche Speakerin und Autorin auf der Bühne und begeisterst Hunderte von Menschen. Meine heutige Gästin hat genau das geschafft. Daniela Landgraf ist Speakerin, Büchercoach, Autorin und eine wahre Expertin für Selbstwert und mentale Stärke. Ihr Lebensweg zeigt, dass es möglich ist, mit Mut, Selbstliebe und der richtigen Einstellung jedes Hindernis zu überwinden. In diesem Gespräch sprechen wir über, wie Daniela ihre Selbstzweifel in Stärke verwandelt hat, warum Selbstwert der Schlüssel zum Erfolg ist und was wir von ihr lernen können. Lass uns direkt einsteigen. Herzlich willkommen, liebe Daniela. So schön, dass du da bist.

Daniela Landgraf: Wow, was für eine Einleitung! nee, Wahnsinn! Ja, danke, dass ich in deinem tollen Podcast sein darf und wow, jetzt hast du die Latte aber ganz, ganz hochgehängt.

NANÉE: Vielen Dank, dass du Zeit hast und dass wir uns gefunden haben. Und Daniela, du bist heute eine erfolgreiche Speakerin, Autorin und Coach. Doch dein Weg war ja alles andere als einfach. Wie hast du deine Tourette-Diagnose als Kind und Jugendlicher erlebt?

Daniela Landgraf: Als Kind und Jugendliche war ich die Verhaltensgestörte. Tatsächlich wusste ich gar nicht, dass meine komischen Ticks, also wenn ich komische Dinge mache, ist es eben das Tourette-Syndrom. Manchmal muss ich einfach Töne von mir geben. Ich zwinker, mache komische Sachen. Und je mehr ich davon erzähle, desto mehr wollen die Ticks auch da sein. Das ist ja immer das Fatale beim Tourette-Syndrom. Du weißt ja genau, auch wenn jemand Schimpfworte sagt, du weißt genau, das ist jetzt gerade sehr unpassend. Und genau in diesen Momenten müssen diese Ticks einfach raus. Und ich galt als Kind tatsächlich, ich bin ein Kind der 70er Jahre, als Kind galt ich als verhaltensgestört. Das war schon in der Grundschuluntersuchung. Gab es so einen Satz, den ich übrigens auch erst, ich glaube, mit 40 gesehen habe, da habe ich erst diese Unterlagen in die Hände gekriegt. Daniela weist viele motorische Auffälligkeiten auf und es wird der Mutter dringend geraten, ihrem Kind zu bleiben und nicht arbeiten zu gehen. So die Diagnose irgendwie 1977, 78.

NANÉE: krass. Vom Kinderarzt.

Daniela Landgraf: Kinderarzt bei der Grundschuluntersuchung. Aber da hat damals niemand was drauf gegeben. Und ich hab immer so das gedacht, ich hab immer gedacht, ich bin die einzige Person auf dieser Welt, die einfach ihren Körper nur nicht beherrschen kann. Es ging hinterher in der Jugend und auch im jungen Erwachsenenleben so weit, dass ich mich teilweise selbst verletzt habe, dass ich beispielsweise, ich war schon, ja, auch damals schon als Trainerin durchaus unterwegs. weil ich das so gerne wollte. Ich habe immer schon Spaß gehabt, Menschen zu inspirieren und weiterzubringen. habe ich mich teilweise wirklich so an bestimmten Stellen gekniffen als Ablenkung zu den Ticks. Einfach damit die Ticks nicht da sind, weil ich wirklich gedacht habe, es liegt an meiner fehlenden Selbstbeherrschung und habe nie begriffen. Also nie, ich kam nie auf die Idee, wenn du etwas nicht kennst, dann fragst du es ja auch. Dann fragst es nicht. Und dann gab es einen Moment in der Bank, ich bin also nach meinem Abitur in die Finanzbranche.

NANÉE: Mhm.

Daniela Landgraf: Ich dort auch sehr schnell in die Kundenberatung. Und dann gab es einen Moment in der Bank, wo dann eine Frau zu mir sagte, darf ich Sie mal was Persönliches fragen? Leiden Sie eigentlich am Tourette-Syndrom? Zu dem Zeitpunkt war ich 29. Also bis dahin habe ich immer nur gedacht, bin einfach mit mir, tickt irgendwas nicht ganz richtig im wahrsten Sinne des Wortes. Und ich so, was? Ja, mein Neffe hat gerade diese ...

NANÉE: Mh!

Daniela Landgraf: Diagnose gekriegt und diese ganzen Bewegungen, die sie machen, das erinnert mich an meinen Neffen. Dann habe ich damals wirklich dann schnell mal gegoogelt, was ist denn das? ich dachte, da beschreibt jemand original mein Leben. Weil es sind ja die Dinge, die du im Außen siehst. Aber es sind eben auch viele Dinge, die keiner mitkriegt. Zum Beispiel, jetzt nur wenige Beispiele. Wenn ich eine glatte Oberfläche wie jetzt hier den Tisch anfasse.

NANÉE: Krass!

Daniela Landgraf: Will meine andere Hand das auch unbedingt. Ich kann es nicht ertragen, wenn es nicht ausgeglichen ist. Also inzwischen kann ich das sehr gut. Oder wenn die eine Hand eine heiße Tasse anfasst, muss die andere Hand das auch. Also das ist nur eins so ein Ding. Oder aber ich konnte fünfmal hintereinander nochmal in die Küche gehen und gucken, ob mein Herd wirklich aus ist. Und viele denken jetzt, ja, ach, das kenne ich auch. Ja.

NANÉE: sind. Hm.

Daniela Landgraf: Wenn es aber etwas ist, was einfach nur einer Angst heraus entsteht, ist es eine Marotte. Das ist der Unterschied zu den Texten. Die sind eben nicht so gut steuerbar. Und ich habe hinterher aber auch gelernt, ich habe mir zum Beispiel meine Münze dann an den Herd gelegt und sie dann mitgenommen und ich wusste, wenn ich die Münze mithatte, habe ich den Herd ausgemacht. So, also mit solchen Tricks bin ich dann dran gegangen. so dieses, deswegen heißt es auch Syndrom. Also es ist nicht nur ein Symptom, nicht nur eine Marotte, sondern das Syndrom.

NANÉE: Mhm.

Daniela Landgraf: Da sind eben auch viele Facetten, unabhängig von den Ticks, die auf der körperlichen Ebene sind, die viele gar nicht mitkriegen. so hat jeder, krass, woher kennen die mich? Da waren so viele Dinge beschrieben. Damals gab es schon die Tourettes Gesellschaft, die das eben sehr publik gemacht hat. Ja, und dann bin ich ins Universitätskrankenhaus in Hamburg und da war es auch relativ schnell klar, die Diagnose. Aber da hat sich auch noch nicht viel geändert, wenn du eine Diagnose kriegst, sagst du ja, okay, jetzt weiß ich, was es ist, aber dein Verhalten verändert sich ja nicht. Okay, ich hab dann immer eine schöne Rechtfertigung gehabt, dann ging bei mir so eine Phase los, wo ich mich ständig gerechtfertigt hab. Ja, ich kann nicht anders, ich hab das Tourette-Syndrom, aber ... Das verändern und das wirklich akzeptieren und ins Leben integrieren und sagen, ja, ist, wie es ist. Das hat noch mal viele viele Jahre gedauert.

NANÉE: Aber was war denn der Wendepunkt, an dem du angefangen hast, an dich selbst zu glauben?

Daniela Landgraf: Das war ein schleichender Prozess. Tatsächlich werde ich oft gefragt, was war denn so dieser eine einzige Moment, der dein Leben verändert hat? Und das war wirklich ein schleichender Prozess. Aber es gab zwei, drei wirklich krasse Punkte in meinem Leben. Also ich habe ja weiter mit diesem höher, schneller weiter, aber meine Selbstzweifel waren ja immer noch da. Und nach 20 Jahren höher, schneller weiter in der Finanzbranche, ich habe mich echt nur über dieses Außen definiert und habe am Ende Liebe und Anerkennung gesucht, das Geld. War schön, dass es da war. Aber am Ende habe ich Liebe und Anerkennung gesucht. Und gleichzeitig habe ich mir, dadurch, dass ich innerlich so dieses kleine, ungeliebte, abgelehnte Mädchen geblieben bin, habe ich immer wieder mir Dinge ins Leben gezogen, die meinen eigenen Erfolg brokertiert haben. Ich habe auf der einen Seite massiv viel Geld verdient und auf der anderen Seite massiv viel Geld verloren. Und ich hatte schon früh mit Immobilien angefangen, habe mir Messis und Mietnomaden ins Leben gezogen, nichtzahlende Kunden. Und nach 20 Jahren höher, schneller weiter und diese ewige Achterbahnfahrt mit dem Geld wurde ich auch immer schwächer. das ist wirklich so, Burnout ist ja so ein schleichender Prozess. ja, mit Ende 30 kam dann der komplette Knall. Also da ging finanziell wirtschaftlich nichts mehr, weil ich einfach viel zu viel keine Konsumschulden, aber ich hatte unglaublich viele Immobilienfinanzierungen, hab auch falsche Pferde gesetzt, hatte Mitarbeiter, die mich hintergangen haben. Ich habe bei allem hier geschrieben. Heute weiß ich, dass es das ist, was in mir drin war. Weil du ziehst ja immer das an, womit du Ja, deine Ängste. Wenn du viele Ängste hast, dann ziehst du genau das in dein Leben. Und es folgte der Komplettzusammenbruch mit Klinikaufenthalt. Das war einer dieser Change-Momente. Ich bin heute sehr dankbar darüber, dass das passiert ist. Und in der Klinik kriegte ich dann noch die nette Diagnose, selbstunsichere Vermeidende.

NANÉE: Na ja. Mhm. Aja.

Daniela Landgraf: zwanghafte Persönlichkeitsstörung. Also ich war wirklich unsicher. Ich habe immer versucht harmonisch zu sein. Also dieses Vermeiden. Ich habe jeden Konflikt vermieden. Ich bin auch nicht für mich eingestanden, sondern habe lieber die Dinge gemacht, die anderen gefielen. das Zwanghafte hat mich erfolgreich gemacht. Und ich hatte zu dem Zeitpunkt mehrere Unternehmen mit insgesamt sechs oder sieben fest angestellten Mitarbeitenden. Gut, das war danach natürlich dahin.

NANÉE: Eieieieie Mhm. Hmm.

Daniela Landgraf: Aber das war's

NANÉE: Ich wollte gerade sagen, also ich meine vermeintlich erfolgreich, also auf der monetären Ebene dann erstmal erfolgreich. Aber du sagst ja auch oft: "Selbstwert ist der Schlüssel zu allem." Und warum ist eigentlich Selbstwert so entscheidend für Erfolg oder bzw. für richtigen Erfolg? Weil ich meine, Geld verdient hast du ja zwischendurch richtig gut.

Daniela Landgraf: Ja, es ist eine super Frage. Das, ich damals gemacht habe, war, ich habe mein Ego gefüttert. Deswegen unterscheide ich sehr stark zwischen Ego-Wert und Selbstwertgefühl, weil ich nicht für mich eingestanden bin. Ich habe versucht, anderen zu gefallen. Ich habe meinen Erfolg am Kontostand gemessen. Ich habe meinen Erfolg an meinen Abschlüssen gemessen. Aber ich bin nicht für mich selbst eingestanden. Das heißt, mein Selbst. Kannte ich gar nicht. Was will meine Seele? Was will mein Herz? Wo möchte ich wirklich hin? Wer bin ich überhaupt? Also ich habe mich in diesen 20 Jahren höher, schneller, komplett verloren. ich war im Grunde genommen, wenn wir jetzt mit diesem Wort selbst spielen, es gab kein Selbst. Es gab nur das Außen. ich war ja, ich war ein Mensch, der viel Erfolg hatte, von vielen auch bewundert wurde zu dem Zeitpunkt. Aber ich bin meinem Komplettzusammenbruch sehr dankbar, weil das der erste Schritt war, mich selbst zu finden. Und wenn du ein echtes Selbstwertgefühl hast, dann darfst du Nein sagen. Dann darfst du deine Grenzen ziehen. Dann darfst du dich erholen. Dann darfst du dir erlauben, schwach zu sein. Du darfst dir auch erlauben, stark zu sein, je nachdem, was du gerade brauchst. Und vor allen Dingen darfst du ins Vertrauen gehen und kannst du ins Vertrauen gehen, dass die Dinge für dich arbeiten und zu dir kommen. Deswegen sage ich auch heute oft, auch wenn ich mit Kunden oder spreche oder mit Interessenten und dann kommt oft die Frage, ja bis wann muss ich mich entscheiden? Dann ich auch, mach was du willst, entscheide wann du magst. Ich weiß sowieso, dass die richtigen Kunden zu mir kommen. Und damals habe ich aus dem Mangel heraus, genau das ist nochmal ein schöner Punkt, wenn du kein echtes Selbstwertgefühl hast, dann agierst du oft aus dem Mangel heraus. Dann tust du Dinge,

NANÉE: Mhm.

Daniela Landgraf: Weil du Angst hast, nicht genug Geld zu verdienen, den Job nicht zu kriegen, Chance zu verpassen, anderen nicht zu gefallen. Also du hast bestimmte Ängste, aus denen heraus du agierst. Aus dem Mangel. Wenn du wirkliches, echtes Selbstwertgefühl von innen heraus hast, dann agierst du aus dir selbst heraus und dann hast du immer Fülle, egal was gerade im Außen ist, weil du weißt, irgendwie arbeitest eh für dich.

NANÉE: Das heißt, wenn Menschen dann mit Selbstzweifeln kämpfen, was rätst du ihnen? Hast du da Strategien oder hast du da irgendwie besondere Tipps und Tricks, die dir geholfen haben?

Daniela Landgraf: Also zum einen habe ich in einem Buch, kleine Werbeslot am Rande, das habe ich nicht hier liegen, "133 Übungen zum Thema Selbstwertgefühl" zusammen geschrieben. Ist auch gut für Trainer oder Coaches, die mit diesen Menschen arbeiten, weil es echt ein grundlegendes Thema ist. Da sind 133 Übungen drin. Aber wenn ich es mal so auf vier Ebenen zusammenfasse.

NANÉE: Wahnsinn, super.

Daniela Landgraf: dann ist es zum einen das Bewusstsein erst mal darüber. Wirklich das Bewusstsein, was treibt mich an? Welche inneren Stimmen habe ich? Gehören die überhaupt zu mir? Welche interessanten Ansichten habe ich über mich? Und ich sage bewusst interessante Ansichten, denn alles andere wäre eine Wertung. Wenn ich sage, ich habe einen großen inneren Kritiker, ja, kann sein. Aber im Grunde genommen ist es nur eine interessante Ansicht. Denn der innere Kritiker, der hat dich vielleicht in der Vergangenheit auch für Dinge beschützt. Also wirklich so dieses Bewusstsein, wer bin ich, was will ich, was will mein Herz? Welche Stärken habe ich geschenkt bekommen? Oft verbergen sich ja unsere Stärken so hinter unseren Selbstverständlichkeiten. Wenn dir irgendwas selbstverständlich vorkommt, kann es sein, dass das eine riesengroße Stärke ist, weil andere sagen so, boah, wie macht sie denn das? Das ist die Ebene Nummer eins, da könnte ich jetzt allein schon zehn Minuten zureden. Die Ebene Nummer zwei ist das Vertrauen.

NANÉE: Das stimmt. Genau.

Daniela Landgraf: Vertrauen in dich selbst, Vertrauen in die Umstände, Vertrauen in andere Menschen. Und wirklich zu sagen, die Tür ist jetzt gerade geschlossen oder das hat nicht geklappt, irgendwas wird es gut sein. Vielleicht kommt ein viel coolerer Job, vielleicht bin ich vor irgendwas beschützt worden, vielleicht bin ich noch nicht so weit, vielleicht ist noch nicht die richtige Zeit, es sind noch nicht die richtigen Menschen da, es sind noch nicht die richtigen Umstände da, ich brauche vielleicht noch was, vielleicht muss ich noch einen Umweg gehen, Dinge zu lernen.

NANÉE: Ja, das stimmt.

Daniela Landgraf: oder paar Blümchen am Straßenrand zu pflücken. Vielleicht gibt es irgendwo ein Stoppschild, dass ich mal nachdenke. Und da wirklich zu vertrauen, dass die Dinge einfach richtig sind, die passieren. Auch Akzeptanz, ist eigentlich sogar noch vor dem Vertrauen. Akzeptanz, dass manches halt einfach so ist, wie es ist. Und da sage ich seit Jahren gerne den Spruch, wenn du unglücklich mit irgendwas bist, dann stell dir die Frage, kann ich es ändern? Oder die Frage, kann ich es ändern?

NANÉE: Na, zu... Hm.

Daniela Landgraf: Will ich es ändern? Und wenn ja, wie kann ich es nicht ändern? Wenn du es nicht ändern kannst, kannst du nur deine Einstellung ändern. Also der Spruch, ich da oft sage, ist ändere deine Situation oder deine Einstellung dazu.

NANÉE: Mmh. Ja, genau. Das ist ja im Prinzip der Fokus. Worauf lege ich den Fokus? Auf meine Situation. Also ich bin mit der Pigmentierung CMN geboren, Congenital Melanocytic Naevi, und habe wirklich jahrzehntelang darunter gelitten. Meine Leberflecken hinter Rollkragen versteckt und bis ich auch durch Zufall gelernt habe, dass ich nicht die Einzige bin, wie mir damals gesagt wurde, wie mein Eltern damals gesagt wurde, damit und andere Menschen kennengelernt habe. Das war bei mir damals der auslösende Punkt, wo ich dann gemerkt habe, so krass, also wo sich dann auch so bisschen mein Mindset geshiftet hat, wo ich meinen Fokus woanders hinlegen konnte. Und ich bin ganz, ganz stark davon überzeugt, dass wir nur die Aufgaben gestellt bekommen, die wir auch wirklich händeln können, egal welche es sind.

Daniela Landgraf: und das passt sehr zu Punkt 4, die Dankbarkeit. Wofür bin ich dankbar? Und auch wenn mein Tourette-Syndrom macht Schmerzen, es nervt, es nervt mich selber, manchmal muss ich ständig Augen zukneifen oder wenn ich diese Töne habe, das ist einfach nervig und tut weh, macht Verspannungen. Aber wozu ist das auch gut? Und es gibt auch viele Dinge, die ich vielleicht ohne Tourette-Syndrom gar nicht hätte.

NANÉE: Ach, guck mal. Ja.

Daniela Landgraf: Was zum Beispiel typisch für Tourette-Menschen ist, dass sie sehr schnell im Denken sind. Und als mir das bewusst wurde, dass es nicht ein Fehler ist, dass ich ständig Menschen verliere, weil sie mir nicht folgen können, sondern dass es eine Stärke ist, dass ich schnell denke, da haben sich bei mir Welten verändert. Und ich mach das jeden Abend. Entweder, dass ich irgendwas an meinen Körper danke, weil du kommst in eine andere Energie. Hey, danke liebe Füße, dass ihr mich den ganzen Tag durch die Gegend tragt. Danke lieber Rücken, dass du heute schmerzfrei gewesen bist. Nicht darauf sagen, oh man, meine Rückenschmerzen, sondern hey, danke, dass du heute erträgliche Schmerzen hattest. Dann veränderst du auch schon diese Energie. Oder danke, dass ich das und jenes erleben durfte. Also jeden Abend mache ich mir ein paar Notizen und ich stelle mir jeden Abend die Frage, was durfte ich heute wunderbares lernen? Und warum? Wenn du negative Dinge hast und wenn du mal wieder irgendwas hast, was dich

NANÉE: Ja, definitiv. Eine wunderbare Frage.

Daniela Landgraf: aus der Bahn schießt und das passiert bei jedem von uns, weil sonst wären wir übermenschlich, wenn das nicht wäre. Dann wirklich zu sagen, hey was habe ich draus gelernt. Das verändert den Blickwinkel auch zu Situationen, die vielleicht ungünstig waren.

NANÉE: Definitiv. Und wenn man sich das nicht merken kann, ist ein kleiner Tipp am Rande, schreibst dir auf. Schreib dir drei Sachen auf am Tag, für die du dankbar bist oder Sachen, Menschen, die dir begegnet sind, wo du sagst, wow, das war eine tolle Begegnung oder schreibst dir einfach auf, wofür bist du dankbar. Und dann kannst du immer in dem Momenten, wo es dir vielleicht nicht so gut geht, das rausholen und da nochmal reingucken und nochmal nachspüren. Wie war das damals?

Daniela Landgraf: Okay.

NANÉE: wie viele tolle Momente gibt es in meinem Leben, für die ich dankbar sein kann. Und es ist wissenschaftlich, neurowissenschaftlich erwiesen, dass das Gefühl von Dankbarkeit mit Zweifeln oder mit dem Gegenteil von Annahme, also mit Leid, nicht parallel geht. Du kannst nicht gleichzeitig zu tieftraurig und keine Ahnung was sein. und dich selbst vielleicht verurteilen oder sowas und gleichzeitig wirklich tiefe, tiefe Dankbarkeit in dir spüren.

Daniela Landgraf: Das ist eine unglaublich schöne Überleitung. Du vorhin gesagt, was hätte mir geholfen. Das, was wir jetzt gemacht haben, war natürlich alles kognitiv. Auch die körperliche Ebene hilft. Etwas, was du jeden Tag, den ganzen Tag machst, ist atmen. Einatmen, ausatmen. Füße auf dem Fußboden. In schwierigen Situationen wirklich einatmen, ausatmen. Aufrechte Körperhaltung. Du hast das da gerade so schön gesagt. Wenn du

NANÉE: Da erinnerst du mich.

Daniela Landgraf: Zum Beispiel, und das mache ich gerne auch wenn ich irgendwo mit Menschen arbeite, ist das so, stell dich jetzt mal irgendwie so nach vorne über hin und versuch jetzt mal während du Schultern nach vorne und das Kopf nach unten, versuch mal an was Positives zu denken. Funktioniert nicht. Du kannst auch nicht in den Bauch einatmen. Ich kürze es jetzt mal ein bisschen ab und ich bringe ein paar Beispiele, was alles nicht geht, wenn du so sitzt. Wenn du dann deine Atmung folgst, und das heißt atme mal in den Bauch, automatisch eine Aufrichtung.

NANÉE: genau.

Daniela Landgraf: Wenn du dann lächelst, Beine fest auf dem Boden und diese Aufrichtung, wenn du dann sagst, hey, denk jetzt mal an was Positives, funktioniert es sofort. Aber das Faszinierende ist, wenn ich jetzt sage, denk mal an was Negatives. Es funktioniert nicht, wenn du in der Aufrichtung bist, in dem Bauch aber atmest und lächelst. Kannst du nichts Negatives denken. Und das ist so ein krasser Schlüssel, gerade wenn du in schwierigen Situationen bist, wenn dich jemand irgendwie gerade blöd anmacht oder wenn du gerade das Gefühl hast, ich bin so klein und...

NANÉE: Nee, geht auch.

Daniela Landgraf: wertlos, dann aufrichten, lächeln oder auch so Sachen, ja so Klopftechniken beispielsweise. Es gibt hier die Typosdrüse, da drauf klopfen und dir dann selber sagen, am besten vor dem Spiegel, genau macht mal, wer das zuschaut, gerne mitmachen. Ich bin

NANÉE: Ja, das ist auf jeden Fall super. Mmh. Und wer nicht zuschaut, wir klopfen gerade auf unseren Brustkorb. Das heißt, nimm einfach deine Hand und klopfe ein wenig mit den Fingern ganz sanft auf deine Brust, auf deinen Brustkorb.

Daniela Landgraf: Und ich mache jetzt mal so ein Szenario vor, mal angenommen, du hast gerade das Gefühl, ich habe total versagt. Und auch wenn ich gerade das Gefühl habe, ich habe total versagt, so weiß ich dennoch, dass ich ein großartiger und wundervoller Mensch bin. Und auch wenn ich mir das gerade selber nicht glaube und mich ganz fürchterlich klein fühle, so weiß ich dennoch, dass ich großartig und wunderbar bin und Großartiges leiste. Und auch wenn ich mir das gerade selber nicht glaube, so weiß ich dennoch, dass ich ganz wunderbar bin und vieles Tolles leiste. Und so kannst du es immer weitermachen. Das ist einmal so diese Klopftechnik, die auf die Zellebene geht. Und zwanghaftes positives Denken bringt mal gar nichts außer Stress. Und dieses ganze Thema Affirmationen läuft auch nur bedingt, wenn nämlich in deinem Unterbewusstsein gegenteilige Sätze sind. Das Unterbewusstsein ist immer stärker als dein logischer Verstand. Und du kannst dir

NANÉE: Hmm. Mhm.

Daniela Landgraf: 100 mal sagen, ich bin super und toll und wenn dein Unterbewusstsein der Gegenfunk heißt, sag das Nein, nein, nein, stimmt nicht, bist du nicht. Und wenn du das aufgreifst mit diesen Sätzen und auch wenn ich das Gefühl habe, auch wenn ich mir das selber nicht glaube, dann gibst du dem Unterbewusstsein Gehör und veränderst mit diesem Sprachmuster deine innere Haltung zu dir selbst.

NANÉE: Super. Also, wenn ihr das draußen einmal ausprobiert, schreibt uns gerne, was es euch verändert hat. Das würde mich auf jeden Fall sehr, interessieren. Daniela, lass uns nochmal zurückkommen zu dir als Speakerin mit Tourette. Wie hast du den Mut gefunden dann irgendwann oder wann war für dich die Entscheidung, dass du trotz deines oder mit deinem Tourette-Syndrom auf die Bühne gehst?

Daniela Landgraf: Ja. Es gab noch einen zweiten großen krassen Change-Moment in meinem Leben. Ich habe ja vorhin von meiner Insolvenz und meinem Burnout erzählt. Und ich habe das Glück gehabt, tolle Begleiter zu haben, tolle Impulse zu haben, dass ich sehr schnell aus diesem Mangeldenken herausgekommen bin und rein in dieses positive, in dieses sinnvolle Denken, dass ich... versucht habe, einem allen einen Sinn zu finden und immer wieder geguckt habe, was kann ich daraus lernen. Mein damaliger Mann kam damit gar nicht klar. Der ist sehr stark in dieser Opferhaltung geblieben. Und am Ende haben wir uns getrennt, weil wir uns einfach nicht mehr verstanden haben. Es ging einfach nicht mehr. Und dann saß ich in meinem Kleinen. Ich habe alles zurückgelassen. Ich bin dann in ein WG-Zimmer gezogen und habe wirklich alles zurückgelassen. Ich habe einmal ganz von vorne angefangen und habe ein

NANÉE: Hm. Hm.

Daniela Landgraf: Ich mir Möbel von eBay-Kleinanzeigen organisiert. Ich saß also häufiger in diesem kleinen Zimmer. Dieser ganze Glitterglamour von vorher als erfolgreiche Finanzberaterin war vorbei. Und zum einen waren plötzlich Menschen aus der zweiten Reihe, die ich vorher gar nicht so wahrgenommen habe, da waren. Ich kriege jetzt noch eine ganze Hunde, dran denke. Ich möchte jetzt am liebsten all diesen Menschen, die damals für mich da waren, so sehr von Herzen danken. waren meine Stütze. Und gleichzeitig hatte ich plötzlich Zeit nachzudenken. Nein, nachdenken mag ich das. Das Wort mag ich nicht, weil es nachdenken heißt, sondern Vordenken, Neudenken, anders zu denken, Bewusstsein darüber zu kriegen, was ich die Jahre davor gemacht habe. Das war wirklich so dieses... eine sehr heilsame Zeit, weil dieser Kindheitstraum von der Bühne, der kam wieder.

NANÉE: Mhm. Mmh.

Daniela Landgraf: Und wenn du dir deiner Träume bewusst wirst, dann fügen sich plötzlich Dinge. Dann bin ich irgendwie wie die Jungfrau zum Kind zu einem Vortrag von einem sehr bekannten Speaker gekommen, in der er dann auch noch dazu animierte, ihm eine Speaker-Ausbildung zu machen. Das Geld hatte ich ganz und gar nicht und hatte auch keinen Plan, wie ich da rankomme. Ich wollte es aber so gerne. Das Universum hat geliefert, indem ich plötzlich einen coolen Job kriegte. Und ich war ja damals in der Insolvenz.

NANÉE: Mhm.

Daniela Landgraf: Das hatten wir dann plötzlich von der Akademie für Finanzberatung. wo ich damals viele, Trainings gegeben habe. Es kam die Wohnimmobilienkreditrichtlinie auf den Markt und einige Banken und einige Finanzdienstleistungsunternehmen brauchten jetzt massiv Schulungen. Ich hatte damals die Hut auf und durfte die Schulungsunterlagen erstellen und war dann auch die Trainerin, die eben sehr, sehr viel gebucht wurde. Und das hat mir genau das Geld in die Kasse gespürt, was ich für diese Weiterbildung brauchte. Und so ging es dann immer weiter. Als ich mir zu erlauben, meine Träume zu leben, haben sich immer, vor allen Dingen in den Momenten, wo ich dachte, es geht nicht weiter, wieder neue Türen geöffnet.

NANÉE: Super. Das heißt, wenn du jetzt jemanden da draußen sagen wollen würdest, der vielleicht noch an sich zweifelt, glaub an dich, glaub an deine Träume und wenn du es, du hast es so schön gesagt gerade, wenn du es dir erlaubst, deine Träume auch wirklich zu spüren und leben zu wollen, dann wird dein Leben auch genau in die Richtung gehen.

Daniela Landgraf: Es sagt es aus, aber jetzt werden viele sagen, ja wie denn? Und dafür sind eben diese Übungen wichtig. Und ein großer Tipp, den ich an dieser Stelle geben möchte, geh in die Frage. Sag nicht, ich will jetzt dieses oder jenes, sondern stell Fragen. Was ist hier alles möglich, liebes Universum, oder lieber Gott, wer auch immer, liebes Universum, was ist hier alles möglich, damit ich diesen Traum leben kann? Welche Möglichkeiten des Empfangens habe ich? Welche Möglichkeiten des Empfangens habe ich, damit es machbar wäre? Ein großer Tipp, ich an dieser Stelle geben möchte, wünsch dir kein Geld. Ich wünsche dir die Möglichkeiten. Weil Geld ist zu abstrakt. Das wird nicht geliefert, wenn du nicht die Träume dazu hast. Sondern sag, hey, welche Möglichkeiten des Empfangens habe ich, diese Redner-Ausbildung zu machen? Welche Möglichkeiten habe ich? dieses oder jenes zu erreichen. Was ist hier alles möglich, woran ich noch nie gedacht habe? Auch eine sehr schöne Frage und die am besten vorm Schlafen gehen. alles das, was in deinem logischen Verstand ist, hast du schon mal durchdacht, hast du schon mal gehört, gelesen. Aber vieles weißt du noch gar nicht.

NANÉE: Haha ja mega, das stimmt.

Daniela Landgraf: Also sowas gibt es. Oder du möchtest gerne auf dem Bauernhof mit vielen, Tieren leben und du denkst immer, wie kriege ich dann jetzt die 800.000 oder 1,5 Millionen oder 2 Millionen, das ist völlig egal, welche Summe du da hast, zusammen einen Hof zu kaufen. Was ist, wenn du gar keinen Hof kaufen musst? Was ist, wenn du jemanden kennenlernst, der sagt, hey, auf meinem Hof ist eine riesengroße Wohnung frei und ich möchte einfach nur, dass sich jemand mit den Hof kümmert und Ein, zwei Pferde kannst du hier auch noch mit unterstellen. Das Universum liefert, wenn du wirklich weißt, was du willst. Aber Geld ist zu abstrakt und deswegen träum wirklich in den Dingen, die du brauchst und haben möchtest.

NANÉE: wir träumen ja nicht umsonst in Bildern und sozusagen nicht in Geldstücken. Aber das, was du gesagt hast, wirklich, das ist für mich auch wieder dieser Fokus und das Mindset. Also wohin lenke ich meinen Fokus? Ich habe das letztens mit einem ganz lieben Freund und Geschäftspartner halt auch gehabt und da ging es darum, ja, wir möchten dieses und jenes erreichen. das geht nicht, weil, das geht nicht, weil. Und dann sagte er, Aber die Formulierung stimmt nicht. Mach doch mal die Formulierung, wäre es nicht schön, wenn... Und ich weiß nicht, es bei dir ist oder wie es bei den ZuhörerInnen ist. Bei mir öffnet das irgendwie in eine ganz andere Denkrichtung. Wäre es nicht schön, wenn... Und dann fange ich nämlich an zu überlegen, nicht in diesen, was geht alles nicht, sondern, okay, das geht vielleicht nicht, aber das geht und das geht und man könnte da den ersten Schritt in die Richtung machen.

Daniela Landgraf: Und dann kannst du diese beiden Fragen, die ich eben schon genannt habe, hervorragend nutzen. Welche Möglichkeiten des Empfangens habe ich? Das sind ja nicht nur materielle Dinge, sondern auch Empfang der Gedanken, Empfang von Impulsen. Was ist hier alles möglich, woran ich noch nie gedacht habe? Was ist es, was mich blockiert? Das ist auch eine schöne Frage.

NANÉE: Ja, das stimmt. So, so gut.

Daniela Landgraf: Also Fragen öffnen. Du hast es gerade schön gesagt, die Energie verändert sich. Weil Fragen öffnen, Schlussfolgerungen schließen. Und wir Menschen sind so oft in Schlussfolgerungen, weswegen ich übrigens auch gerne und oft auf der Bühne sage, sind wir Menschen nicht oft Schlussfolgerungs-Könige und Selbstbetrugshelden. Weil wir erzählen in einer Tour Geschichten. Und diese Geschichten sind Schlussfolgerungen und Selbstbetrug.

NANÉE: Schließen.

Daniela Landgraf: Weil wir ständig Geschichten erzählen, warum dieses oder jenes nicht geht oder warum wir aus dem und dem Gefängnis nicht rauskommen. Weil ganz viele Menschen sind ja in ihrem Gefängnis gefangen. Das geht nicht, weil ich habe Familie, das geht nicht, denn ich habe kein Geld, das geht nicht, habe Kredite laufen oder oder oder. Und was ist, wenn es doch geht? Was ist, wenn es Möglichkeiten gibt, an die du einfach nur noch nicht denkst?

NANÉE: Ach, das ist ein wundervoller Gedanke. Und ich... Perfekt sozusagen, langsam, aber sicher das Ende einzuläuten. Aber natürlich nicht, ohne dich vorher gefragt zu haben. Das möchte ich unbedingt noch wissen, woran du arbeitest. Du hast gesagt, du schreibst auch Bücher und du bist Büchercoach. Auf was dürfen wir uns da freuen?

Daniela Landgraf: Oh, ich habe gerade jetzt die letzten Wochen dafür genutzt, ein neues Produkt zu kreieren. Und zwar, ist ein 100 Seiten Expertenbuch. Der Titel von dieser Serie wird sein, "Wissen auf den Punkt". Und es gibt ganz viele führende Fragen, das heißt...

NANÉE: Hahaha.

Daniela Landgraf: Jemand, eben auf die Schnelle in Anführungsstrichen ein Expertenbuch schreiben möchte, mehr Sichtbarkeit zu kriegen, um in den Medien, ja, mit den Medien in Kontakt zu kommen oder Kunden magnetisch anzuziehen. Für den ist das Template halt extrem gut geeignet. Und das Schönste daran ist, es gibt eine Verlagsgarantie. Und das ist, ja, der Verlag nennt es eben auch die 10-Euro-Visitenkarte mit Verlagsgarantie.

NANÉE: Und mega herzlichen Glückwunsch!

Daniela Landgraf: Ich arbeite mit dem Verlag schon sehr lange und sehr viel zusammen, weswegen die eben gesagt haben, dass sie das Vertrauen auch da haben, dass ich sowas aussprechen darf. es ist einfach genial, wenn du zum Beispiel dein eigenes Buch bei höherpreisigen Angeboten einfach mit dazu legen kannst. Oder wenn du als Trainer oder Coach sagst, hey, wen möchtest du buchen? Der, das Buch gelesen hat oder der es geschrieben hat.

NANÉE: das stimmt. Hahaha

Daniela Landgraf: Wahnsinnig, dass dieses Projekt jetzt wirklich Fahrt aufnimmt. Die Homepage ist demnächst fertig. Also es kann auch schon gebucht werden. Es gibt halt noch keine offizielle Homepage dafür. Die Domains sind gesichert, sie werden gerade gemacht und ja.

NANÉE: Was für eine aufregend spannende Zeit für dich quasi. Das heißt, du hast es gerade schon gesagt, die Homepages sind noch nicht sozusagen online, aber wo können die ZuhörerInnen mehr über dich erfahren oder mit dir Kontakt treten oder wenn sie zum Beispiel selber ein Buch schreiben wollen, auf jeden Fall mehr über dich erfahren jetzt aktuell.

Daniela Landgraf: Also zum einen rednerin-landgraf.de oder buch-coaching.de. Das sind so die beiden speziellen Dinge für Buchcoaching und für die Speakertätigkeit. Aber es gibt auch eine Homepage, heißt danielalandgraf.com. Daniela Landgraf einfach in einem durch. Und ansonsten LinkedIn Instagram, Facebook und TikTok.

NANÉE: wow, du bist ja wirklich sehr vielseitig unterwegs.

Daniela Landgraf: Und theoretisch auch YouTube, ich poste nur zu wenig auf YouTube, das darf sich auch ändern. Liebes Universum, was ist hier alles möglich, dass ich endlich mehr Videos drehe und auf YouTube veröffentliche?

NANÉE: Hahaha Du, also ich fände ja schon dein 100 Seiten Buch, das kannst du ja in Kapitelweise sozusagen aufs Video bannen. Also da hätte ich gleich schon mal eine Idee. Liebe Daniela, das war ein unfassbar intensives Gespräch und es ist schon wieder kaum zu glauben, dass die Zeit schon wieder so rast. Ich möchte jetzt zum Abschluss auf meine Rubrik, es ist eigentlich sogar meine Lieblingsrubrik mittlerweile geworden, weil es ist immer ganz spannende

Daniela Landgraf: Ja, Ja, voll.

NANÉE: Ergebnisse gibt, meine Rubrik kurz und knackig. Kurz und knackig, ich lese Satzanfänge vor und du vollendest sie. Okay? Das war jetzt überraschend,

Daniela Landgraf: Okay, Challenge accepted! Ja, macht aber nichts, ich liebe Überraschungen und ich liebe Spontanität.

NANÉE: Sehr gut, also kurz und knackig. Der dümmste, blödeste Spruch, der mir im Leben begegnet ist, ist...

Daniela Landgraf: Ohohoho! Ich sag einfach, was mir gerade spontan eingefallen "Glaub an dich selbst." Weil es so einfach gesagt ist, aber in der Umsetzung so schwer. Ich hab der innere Kritiker, das kannst du doch jetzt nicht sagen, aber das war spontan, als du sagtest, der dümmste Spruch ist, und das war ganz spontan in meinem Kopf. Glaub an dich selbst, weil diejenigen, die nicht an sich selbst glauben, fragen, ja und wie geht das?

NANÉE: Sizzle bei! Von anderen Menschen wünsche ich mir.

Daniela Landgraf: Wertschätzung, eine liebevolle Haltung, mehr Frieden in sich selbst, mehr Zufriedenheit, damit wir insgesamt eine schönere Welt kriegen.

NANÉE: Das ist schön. Und jetzt kommt der letzte Satzanfang. Ich bin stolz.

Daniela Landgraf: bin stolz darauf, dass ich angefangen habe, vor vielen Jahren den heutigen Weg zu gehen. Und ich bin stolz darauf, dass ich inzwischen mein Traum lebe, auf Bühnen zu stehen und Bücher zu schreiben.

NANÉE: Und das kann ich so nachvollziehen, weil das, wenn man erst mal gemerkt hat, irgendwie oder die Barrieren erkannt hat und die Hindernisse erkannt hat, die einem quasi im Weg stehen und wenn man die Blockaden gelöst hat, das ist ein unglaublich befreiendes Gefühl und von daher I totally feel you, wie man auf Neudeutsch sagt.

Daniela Landgraf: Du bist so ein wunderbares Beispiel dafür. Liebe NANÉE, wenn ich das am Ende jetzt nochmal sagen darf, du auf der Bühne, ich hab dich das erste Mal erlebt, als du gesungen hast, ich hatte eine Gänsehaut nach der anderen, ich hatte auch Tränen in den Augen. Unfassbar. Und das, was du zu erzählen hast als Rednerin auf der Bühne, ebenfalls unfassbar schön und deswegen, ja, bleib auch du bitte dabei, weil ich...

NANÉE: Mmh. Wow, jetzt hab ich Gänsehaut.

Daniela Landgraf: Ich das großartig, was du tust.

NANÉE: Ganz lieben Dank, liebe Daniela. Jetzt hab ich total Gänsehaut. Zum Abschluss, gibt es ein Zitat oder eine Botschaft, die du noch allen mit auf den Weg geben möchtest?

Daniela Landgraf: Gerne. Gerne. Gerne. Ah, schön. Ich habe zwei Lieblingszitate. Eins ist von Oscar Wilde. "Am Ende ist alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende." Und das zweite ist von Søren Kjerrigaard. Ich hoffe, habe ihn richtig ausgesprochen. "Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden." Und dann gibt es jetzt noch einen privaten Spruch von mir, der von mir ist, Zitat von mir. "Wunder geschehen, wenn du bereit bist, sie zu sehen."

NANÉE: Na dann. Sehr schön. Liebe Daniela, das waren die allerbesten letzten Sätze. Vielen herzlichen Dank. Und es war unfassbar, dass du da warst. Wow, was für ein inspirierendes Gespräch. Liebe Daniela, herzlichen Dank.

Daniela Landgraf: Danke dir, dass ich bei dir in deinem wundervollen Podcast sein durfte. Das empfinde ich als große Ehre. Danke, liebe NANÉE

NANÉE: Danke schön. Daniela hat uns gezeigt, dass Selbstwert keine Frage von Glück oder Zufall ist, sondern eine bewusste Entscheidung. Und wenn du dich selbst oft klein machst oder an dir zweifelst, dann erinnere dich daran an das, was Daniela gesagt hat. Du bist nicht das, was andere in dir sehen. Du bist das, was du selbst über dich glaubst. Und wenn du mehr über Daniela erfahren oder mit ihr Kontakt treten möchtest, findest du alle Links in den Show Notes und auf der Landingpage. Schau unbedingt auf ihre Website vorbei oder entdecke ihre Bücher. Da haben wir gar nicht drüber gesprochen heute, aber sie hat ein paar tolle Bücher auch zum Thema Selbstwert geschrieben. Dann da steckt so viel wertvolles Wissen drin. Und wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freue ich mich riesig, wenn du sie teilst, eine Bewertung dalässt oder mir auf Instagram schreibst, welche Erkenntnis dich am meisten berührt hat. Bis zur nächsten Folge. Denke mal daran. Du bist wertvoll, genauso wie du bist. Und die Welt braucht genau dich.

Daniela Landgraf: habe ich kein Sauron. Bye!

NANÉE: Bye!

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